Vagabund - Jochen Fleischmann

Der Suff gibt dem Vagabunden ein Zuhause

Vagabund - Weine ohne Gut - Jochen Fleischmann

Der Begriff Vagabund stammt vom lateinischen Wort vagus ab, welches umherschweifend und unstet bedeutet. Was das mit Wein zu tun hat? Ab jetzt hat das für die Weinhandlung Suff eine Menge mit Wein zu tun. Denn der Jungwinzer Jochen Fleischmann hat uns mit seinem ersten Jahrgang tief beeindruckt. Jochen hat kein eigenes Weingut, er schweift umher und sucht verbündete Winzer*innen, mit denen er gemeinsam Weine machen kann, Vagabund Weine:

„Aufgewachsen im elterlichen Betrieb in der Pfalz, in Kallstadt, machte mir, nach Ausbildung und Studium in Geisenheim, ein ausgewachsener Generationenkonflikt erstmal einen krassen Strich durch die Rechnung. Nun stand ich da, ohne Weingut, ohne Weinberge, kein Traktor, nichts. Ok, nichts... Da kam es mir - ich habe nichts. Nichts, was mich einengt, keine festgefahrenen Normen und alten Werte. Ich stellte mir also selbst die Frage, wovon ich mich lösen möchte? Welche regionalen oder auch emotionalen Grenzen ich einfach beiseite packen möchte und woran ich eigentlich so richtig Spaß habe – low intervention Weine aus den schönsten Anbaugebieten Europas.“

Die Idee der „Vagabund Weine – Wein ohne Gut“ war geboren. Für seinen ersten Jahrgang hat sich Jochen dann an der Mosel nach einem Verbündeten umgesehen:

„Die Weine der Mosel faszinierten mich schon immer. Steilstlage, uralte Rieslingreben, wurzelecht und im Einzelpfahl. Sowas kannte ich bisher nur von Kurzbesuchen und Exkursionen während des Studiums. Rest- und edelsüße Rieslinge aus den 70ern, die noch immer eine Brillanz und Strahlkraft besitzen und derart klar und präzise schmecken, diesem Thema wollte ich mich auf meine Art widmen. Und das klappte direkt, weil ich ein paar kleine Flecken, bestockt mit uralten und wurzelechten Rieslingreben fand. Diese stehen in direkter Nachbarschaft zu den Größen Markus Molitor und Dr. Loosen in Zeltingen. Zudem fand ich einen jungen und verrückten Winzer, der mir vor Ort im Weinberg half.“

Ein Ergebnis dieser Arbeit ist der trockene Vagabund Riesling Furore, von dem Jochen ganze 260 Flaschen produziert hat. Einen restsüßen Riesling Kabinett vom Zeltinger Himmelreich hat Jochen ebenfalls auf die Flaschen gezogen, davon gibt es "immerhin" 560 Flaschen.

Sein zweites Projekt hat Jochen dann fast zeitgleich in der Wachau gestartet:

„Da an der Mosel alles so gut lief und ich voller Enthusiasmus und Tatendrang in den ersten Sommer blickte, machte ich mich wieder in eine Region auf, die für mich in meiner Ausbildung prägend war – die Wachau. Und auch hier lagen mir nicht die namhaften großen Betriebe im Sinn, sondern die kleinen most-underrated Winzer, die keiner kennt, die aber Bock haben, gemeinsam mit einem mittellosen ebenso unbekannten deutschen Winzer ein Projekt zu starten. Gesagt getan, offen und völlig unbedacht in die Wachau. Dort Winzer angehauen und gefragt wer denn auf solch ein Projekt Laune hat und schon ging‘s los.“

Jochen hat in Unterbergern im Ried Donauleiten eine geeignete Fläche gefunden. Eine spannende, weil nicht nach Süden exponierte und somit kühlere Lage. Der Weinberg liegt hier hinter einer bewaldeten Kuppe, die Schatten spendet . Damit bleibt den Trauben mehr Frucht und Frische während der Reifephase erhalten. Der Vagabund Grüner Veltliner SMRGD ist das Ergebnis dieses Projektes.

Wir wollen nun mit euch eine Aufgeregtheit teilen, die uns manchmal befällt, wenn wir fasziniert sind. Wenn sich Weine abheben aus dem Gewohnten, wenn uns Weine überraschen. Aber vielleicht ist das auch eine Nummer zu groß angelegt? Die Vagabund Weine sind einfach alle drei wahnsinnig lecker. Ein Pinot Noir aus der Lage Kallstadter Saumagen liegt noch im Fass und wartet bis seine Zeit gekommen ist. Wir sind ziemlich neugierig und gespannt darauf!

„In meinen Weinen steckt brutal viel Leidenschaft, Schweiß und Herzblut und ich glaube sie würden richtig gut zum Suff passen.“ Mit diesem Satz hat sich Jochen bei uns vorgestellt. Er hatte recht.

Wir wünschen euch ganz viel Vergnügen beim Entdecken dieses jungen Winzertalentes. Die Flaschen sind mit der Hand nummeriert und rar.


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